[box type=“info“ align=““ class=““ width=““]DEL 2 – Saison 2015/16
44. Spieltag am 05.02.2016
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Er war eine mühsame Angelegenheit, dieser hart erkämpfte 3:2-Erfolg über den Tabellenletzten aus Heilbronn. Aber letztlich sind es diese „dreckigen“ Punkte, die den Rot-Weissen den Weg in die Pre-PlayOffs der DEL2 ebnen könnten. Denn eins konnten sich die Lee-Schützlinge gestern abend aus der ersten Reihe anschauen: was sie erwartet, wenn sie Platz 10 nach der Hauptrunde verpassen, nämlich bedingungslos defensiv arbeitende Gegner.

Heilbronn, mit dem Schwung des Trainerwechsels im Gepäck, startete nicht wie ein Schlusslicht, sondern erarbeitete sich in den ersten zwanzig Minuten mit einem Abwehrbollwerk und direktlinigem, unkompliziertem Angriffsspiel einige Chancen. Zwar hatten die Hausherren optisch mehr vom Spiel, schossen aber meistens aus Halbdistanz mit freier Sicht für den Falkengoalie Holmgren oder vermasselten den entscheidenden Pass, der aus einer Chance eine gute Chance gemacht hätte. Vor allem die nominell erste Reihe, in der Neuzugang Olli Julkunen noch lange kein Ersatz für einen Matt Foy im Vollbesitz seiner Kräfte war, wirkte zu verspielt, um wirklich Gefahr erzeugen zu können. Als Brace in der 16.Spielminute einen der gut ausgespielten Entlastungsangriffe zur Führung für Heilbronn verwandelte, war das eigentlich zu diesem Zeitpunkt nur folgerichtig.

Zum Glück haben die Eispiraten mit Höller-Bucheli-Tripp einen konstanten Scorefaktor in ihren Reihen, denn nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff fälschte „Deflektor“ John Tripp einen Schuss von Andre Schietzold zum Ausgleich ins Netz ab. Wirklich Sicherheit gab das den weiteren Angriffsbemühungen der Westsachsen aber auch nicht. Man tat sich weiterhin schwer gegen dicht gestaffelte Gäste, all zu oft wurde die Scheibe in die Rundung gedroschen, wo sich die rot-weissen Angreifer ein ums andere Mal festrannten. Die Schüsse kamen weiterhin oft aus eher ungefährlichen Positionen, so dass – wie schon im ersten Durchgang (13:6) – zwar wiederum ein Übergewicht an Torschüssen für die Eispiraten zu verzeichnen war (22:8), aber viel Zwingendes war da nicht dabei. Wenn es doch einmal gefährlich wurde, war der gut haltende Holmgren zur Stelle. Aber auch sein Gegenüber Ryan Nie musste stets auf der Hut sein, wenn Heilbronn konterte, dann meist mit Abschluss. In Minute 32 gelang den Gästen so in eigener Überzahl sogar die erneute Führung: Gelke lief links an der Bande entlang ins Angriffsdrittel, seinen Pass auf den freistehenden Schell konnten die noch nicht sortierten Eispiraten nicht verhindern, und den nach Nies Parade noch in der Luft befindlichen Puck beförderte letztlich wiederum Brace zum 1:2 in die Maschen. Gut, dass die Rot-Weissen in Andre Schietzold einen der besten Blueliner der Liga in ihren Reihen haben. So sehr man dem Kapitän bei Defensivaktionen manchmal die Stürmervergangenheit noch ansieht, so zuverlässig scort er vorn. So auch in Minute 38, als einer seiner gefürchteten Schlagschüsse den Weg ins Tor fand. Saisontreffer Nummer 14 für Schietzold, und damit an der Spitze der Verteidigerwertung der Liga.

Im Schlussdrittel wurde es dann ein Nervenspiel: die Eispiraten wussten, dass sie das Match gewinnen mussten, durften aber auch nicht zu weit aufmachen, um keine gefährlichen Konter zuzulassen. Das gelang recht gut, gerade einmal vier Torschüsse konnten die Falken in den letzten zwanzig Minuten verbuchen. Aber auch Crimmitschau kam nur auf zehn. Gut, dass einer davon drin war. Und es war auch kein Zufall, dass mit Höller, Tripp und Bucheli wieder die am beständigsten treffenden Rot-Weissen beteiligt waren. John Tripp hatte aus der Halbdistanz abgezogen, und diesmal gab es keine freie Sicht für Holmgren, sondern Daniel Bucheli, der ins linke untere Eck abfälschte. Und das ist auch das eigentlich Bemerkenswerte an der Entwicklung der Eispiraten: in den letzten Jahren hätten die Westsachsen einen Weg gefunden, ein solches Match noch zu verlieren, heuer finden sie einen Weg, es zu gewinnen. Dass dabei nicht alles, eigentlich sogar das Wenigste, wirklich rund aussah – sei es drum. Da fragt am Ende der Saison keiner mehr danach.

 

[box type=“info“ align=““ class=““ width=““]DEL 2 – Saison 2015/16
44. Spieltag am 05.02.2016
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[box type=“success“ align=““ class=““ width=““]Torfolge:

0:1 (15:36) Adam Brace (Brad Schell, Thomas Gödtel) 4-4
1:1 (20:32) John Tripp (Andre Schietzold, Alexander Höller)
1:2 (31:10) Adam Brace (Brad Schell, Richard Gelke) PP1 5-4
2:2 (37:55) Andre Schietzold (Olli Julkunen, Eric Lampe) PP1 5-4
3:2 (50:26) Daniel Bucheli (John Tripp, Alexander Höller)
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[box type=“shadow“ align=““ class=““ width=““]Strafen:

Eispiraten Crimmitschau – 8 Minuten
14:37 – 2 Min. – Alexander Höller (Haken)
21:20 – 2 Min. – Eric Lampe (Haken)
29:57 – 2 Min. – Alexander Höller (Beinstellen)
33:48 – 2 Min. – Alexander Höller (Stockcheck)

Heilbronner Falken – 8 Minuten
02:58 – 2 Min. – David Hajek (Haken)
14:58 – 2 Min. – Richard Gelke (Haken)
33:48 – 2 Min. – Matthias Forster (Stockcheck)
36:01 – 2 Min. – Richard Gelke (Haken)[/box]

[box type=“shadow“ align=““ class=““ width=““]Aufstellung:

Eispiraten Crimmitschau
Tor: Ryan Nie (Niklas Deske) – Abwehr: Ty Wishart, Dominic Walsh, André Schietzold, Philipp Halbauer, Danny Pyka, Jan Tramm – Angriff: Collin Lejdborg, Alexander Höller, Vincent Schlenker, John Tripp, Daniel Bucheli, Eric Lampe, Patrick Pohl, Olli Julkunen, Christoph Kabitzky, Bruce Becker

Heilbronner Falken
Tor: Peter Holmgren (Hannibal Weitzmann) – Abwehr: Fabian Krull, David Hajek, Daniel Haase, Steven Bär, Thomas Gödtel – Angriff: Matthias Forster, Tom Fiedler, Brad Schell, Marvin Krüger, Adam Brace, Dustin Ketzler, Richard Gelke, Markus Eberhardt, Carsten Gosdeck[/box]

[box type=“info“ align=““ class=““ width=““]Zuschauer: 2.162

Schiedsrichter: Felix Winnekens (Patrick Laguzov, Jan Lamberger)[/box]

Schüsse:

Eispiraten Crimmitschau 13 22 10 45
Heilbronner Falken 6 8 4 18

[box type=“download“ align=““ class=““ width=““]Bildergalerie von Agripi.de

Video zum Spiel und zur Pressekonferenz[/box]